Islandpferdedistanz |
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Mythos und Wahrheit |
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1. Wenn man Schritt geht, wird man Disqualifiziert
2. Für einen 30 km langen Ritt muss man mindestens 3 x pro Woche trainieren
3. Distanzreiten verhunst den Tölt
4. Eine schnelle Atmung (Pumpen) lässt auf einen schnellen Puls schließen
5. Offene Scheuerstellen an der Gurt- oder Sattellage, führen zum sofortigen Rittausschluss
6. Islandpferde sind durch ihre Kurzbeinigkeit nicht für lange Strecken geeignet
7. Islandpferde sind auf Distanzritten nicht konkurenzfähig gegenüber anderen Pferderassen (ins. Arabern)
8. Auf Distanzritten darf man nicht Tölten |
Es gibt keinen Pferdesportbereich in dem es nicht auch irgend welche Mythen gibt, die sich über die Zeit hinweg aufgebaut haben. In einigen mag sicherlich auch ein Funken Wahrheit liegen, bei den meisten handelt sich allerdings schlicht weg um Falschaussagen. Einige dieser Mythen aus dem Distanzsportbereich, insbesondere dem der Islandpferde, möchten wir hier aufklären. |
1. Mythos
Wer möchte, kann einen Distanzritt, rein theoretisch, auch komplett im Schritt absolvieren. Solange man einen schnelleren Schritt geht (7,5km/h) ist es sogar möglich den Ritt innerhalb der Wertung zu absolvieren.
2. Mythos
Die Intensität des Trainings hängt von mehreren Faktoren ab. Siehe auch Training. Ein durchschnittlich trainiertes Freizeitpferd, kann diesen 32 km langen Freizeitdistanzritt mit einmal die Woche Training absolvieren. Denn es könnte ihn auch im Schritt reiten. Nur wenn man die Ambition dazu hat unter den ersten Drei platzierten zu liegen, sollte man mehr als nur 1 mal die Woche trainieren.
3. Mythos
Durch die entspannte Haltung des Pferdes beim Distanzreiten (meist am langen Zügel), ist bei einigen Pferden eine Verbesserung des Töltes zu beobachten, da sich Verspannungen lösen und die Rückenmuskulatur aufgebaut wird. Den Pferden fällt so die Bewegung und der Kraftaufwand leichter.
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4. Mythos
deine schnelle Atmung lässt nicht immer auf einen hohen Puls schließen. Islandpferde regulieren ihren Wärmehaushalt, u.a. über die Atmung. Sie geben über die Haut nur schwer Wärme ab, im Gegensatz zu den Rassen die höher im Blut stehen (Araber...) Wenn die Atemwerte (A) die des Pulses (P) übersteigen nennt man dieses "Umkehrwert", was bei den meisten Pferderassen auf
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eine Überanstrengung hinweist oder ein schlecht konditioniertes Pferd.
"Für Isländer ist das aber völlig normal! Immer wieder habe ich P 50-80 bei A 120-170 gemessen - und nach einer Viertelstunde ein Absinken der Atemwerte auf 40 festgestellt. Das sind geradezu phänomenale Erholwerte." ( Zitat aus "Das Rennen der Superlative", ein Distanzrennen, welches so namenhafte Personen wie Linda Tellington, Ursula Bruns, Walter Feldmann, Johannes Hoyos und Lothar Schenzel durchlebten.) Bei Distanzritten vom VDD werden keine Atemwerte mehr in den Tierarztkontrollen genommen.
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5. Wahrheit
Sobald vorhandene Scheuerstellen bedeutend schlimmer werden oder neue entstehen, entscheidet der Tierarzt, ob das Pferd den Ritt beenden muss. Bei einem Distanzritt gilt: Null Toleranz bei Schäden am Pferd!
6. Mythos
In der einschlägigen Fachliteratur steht geschrieben: Das mitgeführte Ursprungs-Islandpferd war bei der Besiedlung Islands ( um 900) ein wesentlicher Stützpfeiler. Lasten transportieren, lange, unwegsame Strecken überwinden als Zug- und Reittier – dies kennzeichnete dieses Nutztier. Durch natürliche Selektion entwickelte sich eine Pferderasse, die Gleichgewicht, Trittsicherheit, Unerschrockenheit, gute Futterverwertung, Robustheit in allen Wetterlagen und Ausdauer ihre wichtigsten Eigenschaften nennt. Diese Eigenschaften sind für einen Distanzritt Gold wert.
7. Mythos und Wahrheit
Wahr ist, dass die Konkurrenz der Großpferde über kurze Strecken ( 30km/64km/80km) nicht zu schlagen ist. Dieses hat objektive anatomische Gründe. Daher streben wir zuerst Wettritte über diese Distanzen nur für Islandpferde an. Vergleichbar mit einer Bezirks- und Regionalliga der Ballsportarten, möchten wir Ritte anbieten, die den Distanzsport unter den Islandpferden wieder attraktiv macht und leistungsstarke Islandpferde fördert. Endziel sind dann die Hundertmeiler – 160 km Ritte. Mythos ist, dass Islandpferde auf keinem Distanzritt eine Chance auf Sieg haben. Auf Distanzritten von 160 km oder mehr hat das Islandpferd verbriefte Chancen, diese zu gewinnen. Erst bei diesen Rittlängen wird das Islandpferd richtig leistungsfähig im Vergleich zu so manch anderer Großpferderasse.
8. Mythos
Auf Distanritten kann der Reiter seine Gangart selber wählen. Ob nun Schritt, Trab, Tölt, Galopp oder Pass. Alle Gangarten sind erlaubt.
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