Die Domestikation des Pferdes brachte den Völkern einen außerordentlichen Vorteil. Weite Strecken waren in viel kürzerer Zeit zu überwinden, was die Aufrechterhaltung großer Reiche einfacher machte. Neue Angriffs- und Kriegstechniken waren erst durch das Pferd möglich, welches als wertvoller Helfer in kriegerischen Auseinandersetzungen gute Dienste leistete. Des Weiteren wurden Pferde, wie vielfach auch heute noch, als Fleischlieferant genutzt.
Doch auch zur Postbeförderung gewann das Pferd an Bedeutung. Überragende Leistungen vollbrachte 1200 n. Chr. das Kommunikationssystem des Dschingis – Khan, der so sein Weltreich kontrollierte.
Auf diesen Ponys wurden die Eilnachrichten über Entfernungen von 6000 km getragen. 500 km konnten in nur 24 Stunden zurückgelegt werden, durch einen stafettenartigen Kurierwechsel. Der Tod eines Pferdes bedeutet damals nichts, aber auf die Verzögerung bei der Übermittlung einer Nachricht stand indes die Todesstrafe.
Für 1 ½ Jahre exsistierte der berühmte Pony Express in den USA. Die Route des Pony Express erstreckte sich über fast 3218 km von Joseph, Missouri bis nach Sacramento, Kalifornien. In der Spitze (im Sommer) wurde diese Strecke innerhalb von 7 Tagen und 17 Stunden zurückgelegt. Normalerweise geschah dies innerhalb von 10 Tagen im Sommer und 12 bis 16 Tage im Winter. Die Pferde wurden alle 16 – 24 Kilometer ausgetauscht. Die Strecke wurde in der Regel weites gehend durchgaloppiert.
1955 fand, in den USA, das erste Mal der Tevis Cup statt. Einer der schwersten Hundertmeiler der Welt. Fünf Reiter wollten damit zeigen, dass die Leistung des berühmten Pony – Express auch in der Neuzeit möglich ist.
1976 machten sich 96 Reiter mit fast doppelt so vielen Pferden auf einen abenteuerlichen Distanzritt von 6000km durch Amerika. Unter Ihnen befanden sich 6 Deutsche Starter mit ihren 12 Isländern. Der Ritt begann in Frankfort / NY und endetet in Sacramento. „Die Isländer sind als einzige Gruppe vollzählig durchs Ziel gegangen und haben sich damit als die ausdauerndste, geschlossene Langstreckengruppe der westlichen Welt erwiesen.“ („das Rennen der Superlative, 6000 Kilometer durch Amerika“ erschienen in „Fest im Sattel“ 1976)
Ein ausführlicher und spannender Erfahrungsbericht über ein Distanzrennen. Namen wie Ursula Bruns, Walter Feldmann, Johannes Hoyos, Lothar Schenzel und Linda Tellington, nicht nur in der Islandpferdeszene klangvolle Namen, begleiteten und lebten dieses Abenteuer.
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